Vorsicht beim Kauf von „Wiesn“-Plätzen im Internet

Kaum öffnet in zwei Wochen das Oktoberfest seine Pforten, geht bei Internetversteigerungen das Geschacher um die Wiesnplätze los. Hier sind Gebote von mehr als 500 Euro keine Ausnahme. Doch auch hier gilt das gleiche wie bei Auktionen von Fußballtickets: Vorsicht ist geboten!

Die Wiesnwirte warnen: Das viele Geld ist womöglich umsonst ausgegeben, ein Tisch ist nicht garantiert. Da mögen sich die Wiesn-Wirte noch so wundern oder ärgern: Gegen den Absatz von Reservierungen auf dem Oktoberfest ist noch kein Kraut gewachsen. Jedes Jahr erneut werden Plätze in den Bierzelten zu Höchstpreisen verkauft.
So bot vor wenigen Tagen eine Kölner Agentur auf der Webseite oktoberfest.de Plätze im Schottenhamel Zelt an, für 199 Euro konnte man einen einzigen Sitzplatz ersteigern. Auch für andere Zelte gab es Angebote, ein Besuch im Hofbräuzelt 169 Euro, einmal Hippodrom 219 Euro.
Auch bei eBay kann man viel Geld für eine Reservierung ausgeben. Gestern nachmittag bot ein eBay-Nutzer genau 501 Euro für einen Tisch im Schottenhamel. Wahrscheinlich wird sich diese Summe in den kommenden Tagen, an denen die Auktion läuft, noch erheblich steigern. Denn der Bieter scheint mit dem Verkäufer in gewisser Weise verbandelt zu sein, da er sich selbst immer wieder überbot und den Preis letztendlich so von 300 Euro auf 501 Euro hochhandelte, das Ganze bei einem Startgebot von 1 Euro!

Der Sprecher der Oktoberfestwirte, Toni Roiderer, Wirt des Hackerzeltes:

„In unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen steht seit zwei Jahren, dass der Tisch nur an den Käufer vergeben wird und nicht an einen Wiederkäufer. Für uns sind solche Auswüchse wie die Versteigerungen mordsärgerlich. Wir wollen ja nicht solchen Verrückten eine Basis schaffen, wo sie sich austoben können. Aber man kann das leider nur ganz schwer verhindern.“
Fakt ist, sollte jemand mit einem ersteigerten Ticket erwischt werden, verliert er seinen Platz im Zelt und bekommt zudem noch Hausverbot. Doch ist es extrem schwierig solche Personen ausfindig zu machen.

So gilt das selbe wie schon bei der Fußballweltmeisterschaft: Keine Eintrittskarten oder Platzreservierungen im Internet ersteigern, denn sonst hat man wohlmöglich viel ‚Geld für nichts ausgegeben.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Gesetz, Sicherheit

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