Die Paketdienste DPD und Hermes kündigen Preiserhöhungen an

Für die Logistik-Dienstleister steigt das Paketaufkommen kontinuierlich. Deswegen planen DPD und Hermes im nächsten Jahr eine Preisanpassung. Einer von ihnen will die Mehreinnahmen dafür nutzen, die Zustellern besser zu bezahlen.

Die Paketdienste DPD und Hermes kündigen Preiserhöhungen an

Die Paketdienste DPD und Hermes kündigen Preiserhöhungen an – Basis pixabay.com ©Tumisu (Creative Commons CC0)

Der Online-Handel boomt und wächst kontinuierlich. Davon profitieren unter anderem die Paketdienste. Doch auch sie stellt die gegenwärtige Entwicklung vor riesige Probleme, die vor allem finanzieller Natur sind. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, brauchen sie Ressourcen. Aus diesem Grund haben die beiden Logistikdienstleister DPD und Hermes Preiserhöhungen angekündigt. Die Mitteilung kommt mitten im Weihnachtsgeschäft, als das Paketvolumen förmlich explodiert.

Mehreinnahmen zu Gunsten der Zusteller

Hermes, in Deutschland der zweitgrößte Paketdienst, hatte die Preise bereits in diesem Frühjahr angehoben. Damals kam es zu einer Erhöhung von durchschnittlich 4,5 Prozent. Im nächsten Jahr werde die Verteuerung wohl ähnlich ausfallen, wie Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky anklingen lässt: „Insgesamt wollen wir den Preis für ein Paket um 50 Cent erhöhen. Das geht aber nur in mehreren Schritten“, sagte er dem Hamburger Abendblatt. Als Begründung nennt Schabirosky den Wunsch, Zusteller besser bezahlen zu wollen. „Aktuell haben wir einen Mindestlohn von 9,50 Euro ausgerufen. In etwa vier Jahren kommen wir bei 12 Euro an“, so der Hermes-Manager.

DPD plant Preiserhöhung um 6,5 Prozent

Genauso wie Hermes hat auch DPD seine Preise in diesem Jahr um 4,5 Prozent erhöht. Zum Jahreswechsel sollen sie sogar noch stärker wachsen, wie der Logistiker ankündigt. Vorgesehen sind 6,5 Prozent: „Auch in den kommenden Jahren werden kontinuierliche Preisanpassungen unvermeidbar sein“ – wegen höherer Frachtkosten, Arbeitskräftemangel und Erweiterung der Maut. Ganz anders der Konkurrent DHL. Dieser will sich mit Preiserhöhungen erst einmal zurückhalten. „Wir zahlen am besten, etwa 98 Prozent der Pakete werden von eigenen Leuten zugestellt, die Tarifverträge besitzen“, so die Begründung, die ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur abgab.

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



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