Erneut Online-Betrüger auf der Anklagebank

Wegen Betruges mit dem Verkauf nicht vorhandener Möbel im Internet-Auktionshaus eBay muss sich ein 36-jähriger Ostfriese vor Gericht verantworten. Gegen den Mann sei Anklage erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Aurich am Dienstag mit. Der Beschuldigte soll mehr als 300 000 Euro des vereinnahmten Geldes auf das Konto einer rumänischen Scheinfirma mit Hauptsitz in den USA überwiesen haben.

Für den Privatbedarf zweigte er demnach zusätzlich 100 000 Euro ab, um sich zu bereichern. Nach Angaben der Strafverfolgungsbehörde bot der 36-Jährige aus dem Raum Aurich das Mobiliar zwischen März und Juni 2005 bei eBay an. Kunden zahlten per Vorkasse, erhielten aber keine Ware. Der Handel wurde erst beendet, als das Internet-Auktionshaus nach Kundenbeschwerden seinen Account im Juni 2005 endgültig sperrte. Bei den Möbeln handelte es sich unter anderem um italienische Designer-, Schlafzimmer- und Couchgarnituren sowie Wohnlandschaften, die nie zur Auslieferung kamen. Die Firma des Angeklagten ist inzwischen insolvent. Konkursmasse war nicht vorhanden. Laut Staatsanwaltschaft wurde das vereinnahmte Geld wegen angeblich noch offener Schulden an Dritte weitergeleitet.

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Frank Weyermann
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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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