Walmart möchte einen In-Store-Retouren-Service launchen

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Walmart will es im E-Commerce wissen. Um dem Konkurrenten Amazon Paroli zu bieten, führt der Einzelhändler weiter neue Services ein und verbindet dabei das Offline- und Online-Geschäft. Dazu soll demnächst auch der Dienst «Mobile Express Returns» beitragen. Große Vorteile ergeben sich vor allem für Käufer sperriger Güter.

Walmart baut weiterhin sein E-Commerce-Geschäft aus, um mit dem Dauerrivalen Amazon konkurrieren zu können. Mittlerweile vergeht nicht eine Woche, ohne dass der Einzelhandelsriese einen neuen Service einführt. Der jüngste heißt «Mobile Express Returns», der es Kunden erlaubt, ihre Online-Bestellungen in einem stationären Laden zurückzugeben. Um diesen In-Store-Retouren-Service zu nutzen, müssen sie sich zunächst in die Walmart-App einloggen und einen QR-Code generieren. Auf diese Weise lässt sich der Umtausch schneller gestalten als zuvor. Außerdem ergeben sich Vorteile für Kunden, die sperrige Güter bestellt haben. Wer sie zurückgeben will, braucht in manchen Fällen nicht den Weg zur Filiale antreten, sondern kann das Produkt behalten. Die Kosten erstattet Walmart dennoch. Dieses Programm nennt sich „keep it“.

Walmart möchte einen In-Store-Retouren-Service launchen

Der Service startet schon bald

Der In-Store-Retouren-Service soll schon im November in allen Wallmart-Filialen in den USA starten, wobei der Einzelhändler plant, ihn im nächsten Jahr zu erweitern. Auf dem Tochter-Online-Marktplatz Jet.com will der Einzelhändler die «Mobile Express Returns» jedoch nicht einführen, wie das Unternehmen bekannt gab. Gleichwohl macht Walmart darauf aufmerksam, dass der neue Service auf einem neuen System beruht und um einiges schneller ausfällt als früher. „Zeit ist im Einzelhandel genauso zu einer neuen Währung geworden, wie viel wie Geld zu sparen“, sagte Daniel Eckert, der bei Walmart für Service und digitale Beschleunigung zuständig ist. „Es ist darüber nachzudenken, wie wir ein nahtloses Einkaufserlebnis schaffen können. Wenn etwas online gekauft wird und Kunden ein Produkt zurückbringen wollen, erwarten sie, dass sie wieder in den Laden kommen und es zurückgeben können.“

Optimierung des Einkaufserlebnisses

Das Einkaufserlebnis der Online-Shopper steht bei Walmart schon sehr lange auf der Agenda. Um es zu verbessern, hat der Einzelhandelsriese in dem letzten Jahr mehrere Dienste getestet. Dazu gehört die Partnerschaft mit August, einem Smart-Home-Geräte-Hersteller, dessen Technik es ermöglicht, frische Lebensmittel direkt in die Wohnung des Kunden zu liefern. Für die Zustellung selbst holte Walmart zeitweise Uber ins Bot. Darüber hinaus fing der Konzern an, niedrige Preismodelle auszuarbeiten, kurz nachdem Amazon seinen schnellen Lieferservice eingeführt hatte. Im Rahmen dieser Aktion gewährte Walmart Rabatte auf eine Million Produkte, allerdings nur dann, wenn die Kunden sie nach der Online-Bestellung in einer Filiale abholten. Wer hingegen Waren im Wert von mindestens 35 US-Dollar orderte, durfte eine kostenlose Zustellung in Anspruch nehmen.

Vorteile gegenüber Amazon

Mit «Mobile Express Returns» arbeitet Walmart weiter daran, das Offline- und Online-Geschäft miteinander zu verbinden. Das könnte dem Einzelhändler einen Vorteil gegenüber seinem Konkurrenten Amazon verschaffen, der bislang nur wenig Mühe darauf verwendet hat, seinen Neuerwerb Whole Foods in ähnlicher Weise zu entwickeln. Erst im letzten Monat begann die Bio-Kette, Amazon-Retouren zu akzeptieren. Ob der Internet-Gigant den In-Store-Rückgabe-Service in Zukunft ausbauen will, steht noch nicht fest. Viel hängt davon ab, welchen Eindruck er bei den Kunden hinterlässt. Walmart hingegen scheint mit seinem Konzept zufrieden zu sein, auch weil es dem Einzelhändler gelingt, Verbraucher auf unterschiedliche Art und Weise in die stationären Geschäfte zu locken. Zwar kommen sie, um ihre Waren zurückzugeben – doch der Aufenthalt verleitet sie möglicherweise zu weiteren Einkäufen.

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