Mit dem Leverage-Effekt die Eigenkapitalrendite erhöhen

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Wohl jeder Onlineshop-Betreiber möchte vor allem eines, die Gewinne maximieren. Die Rendite  aus dem Warenbestand ist hier in den meisten Fällen an die Höhe des eigenen Kapitals geknüpft. Höhere Renditechancen bieten sich, wenn zusätzlich Fremdkapital eingesetzt wird.

Der Leverage-Effekt

Das englische Wort ‚leverage‘ bedeutet Hebel. Mit einem Hebel lassen sich schwere Lasten mit umso geringerem Kraftaufwand heben, je länger der Hebel ist.
Im Finanzsektor tritt Fremdkapital an die Stelle des Hebels. Viele aussichtsreiche Geschäftsideen mit hohen Rendite-Aussichten können häufig nur mit Krediten finanziert werden. Immer dann, wenn die Einnahmen aus der dadurch ermöglichten Geschäftstätigkeit höher sind als die Ausgaben für Zins und Tilgung des aufgenommenen Kapitals tritt die Hebelwirkung in Kraft.
Gleiches gilt für Onlineshopbetreiber. Wer sein Eigenkapital durch einen Kredit aufstockt und die zusätzliche Summe beispielsweise in Waren investiert, kann seine Eigenkapitalrendite deutlich steigern, wenn die erzielte Rendite aus dem zusätzlichen Wareneinkauf höher liegt als die Zinskosten.

Mit dem Leverage-Effekt die Eigenkapitalrendite erhöhen

Mit dem Leverage-Effekt die Eigenkapitalrendite erhöhen

Der Zinssatz ist entscheidend

Niedrige Zinsen erhöhen die Chancen, mit dem Leverage-Effekt attraktive Renditen zu erwirtschaften. Bei einem Zinssatz von 2 Prozent für Fremdkapital und einer Handelsmarge von etwa 20 Prozent erhöht sich die Rendite des Eigenkapitals enorm. Prinzipiell gilt: Je größer die Differenz zwischen dem Zinssatz des Fremdkapitals und der damit zu erzielenden Rendite ist, desto deutlicher macht sich der Leverage-Effekt bemerkbar.

Vorteile des Leverage-Effekts

Die Größe des Eigenkapitals ist immer begrenzt, auch wenn seine Höhe deutlich differieren mag. Der eine Händler hat 1.000 Euro zur Verfügung, ein anderer 100.000 Euro. Bei einer Rendite von 10 Prozent verbleiben dem einen 100 Euro Gewinn vor Steuern, dem anderen 10.000 Euro.
Setzen sich diese beiden Beträge jeweils zur Hälfte aus Eigen- und Fremdkapital zusammen und liegt der Zinssatz für dieses Fremdkapital bei 2 Prozent, verzinst sich das Eigenkapital, also die 500 Euro des einen und die 50.000 Euro des anderen Händlers, bei der gleiche Rendite von 10 Prozent mit 18 Prozent. Der erzielte Gewinn des Eigenkapitals hat sich somit nahezu verdoppelt.

Durch die grössere Kapitalverfügbarkeit können grössere Posten eingekauft werden, so dass Einkaufspreise unter Umständen sinken und eine zusätzliche Marge entsteht.

Risiken des Leverage-Effektes

Die Chancen des Leverage-Effektes bedeuten gleichzeitig seine Risiken. Denn je höher der Anteil des Fremdkapitals bei einer Kapitalanlage ist, desto deutlicher kommt auch der Leverage-Effekt zum Tragen. Auf Unternehmer kann dies verlockend wirken.

Bei der Planung den Hebel-Effekt zu nutzen, müssen unächst die Absatzmöglichkeiten geprüft werden, denn wenn die zusätzlich verfügbare Ware am Markt nicht abgesetzt werden kann, sind zusätzliche Gewinne nicht in vollem Masse umsetzbar. Zudem entstehen erhöhte Lagerkosten und Zinsen sowie Tilgung müssen weiter bedient werden.

Beschaffung von Fremdkapital

Gerade selbstständige Einzelunternehmer haben es im Gegensatz zu Angestellten oft schwer einen Kredit zu erhalten. Hier sollte man zunächst ein Gespräch mit der Bank suchen, bei der das Geschäftskonto geführt wird. Gerade dann, wenn das Geschäft schon einige Jahre erfolgreich geführt wird, sind die Chancen gut. Darüber hinaus ist ist ein Online Vergleich empfehlenswert. So kann man beispielsweise unter http://www.onlinekreditevergleich.de/selbststaendige-freiberufler/ mit einer Anfrage die persönlichen Angebote von bis zu 20 Anbietern anfragen. Mit dem günstigsten Kredit lässt sich die Eigenkapitalrendite dann weiter steigern.

Chancen und Risiken abwägen

Renditeverzicht bedeutet Sicherheit und Aussichten auf hohe Renditen sind immer mit erhöhtem Risiken verbunden. Deshalb sollte kein Händler sein komplettes Kapital auf die eine Karte Fremdkapital mit der Verlockung auf überdurchschnittliche Renditen setzen. Weitsicht und eine gute Kenntnis im eigenen Markt sind wichtige Voraussetzungen. Ein überschaubarer Einsatz von Fremdkapital hingegen kann die Rendite des Eigenkapitals deutlich erhöhen – bei überschaubaren Risiken.

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