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Muskelkraft und Mikrodepot: DPD stellt in Nürnberg Pakete mit dem Lastenrad zu

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Der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD setzt in Nürnberg verstärkt auf alternative Zustellkonzepte: In der Nürnberger Südstadt stellt DPD mit drei elektrisch unterstützten Lastenfahrrädern zu. Dabei kann jedes Lastenrad ein herkömmliches Zustellfahrzeug vollwertig ersetzen. Möglich gemacht wird dies durch ein zentral gelegenes Mikrodepot, in dem Pakete für die Innenstadt zwischengelagert und umgeladen werden. Mikrodepot und Lastenräder sind Teil eines Pilotprojekts zur nachhaltigen Stadtlogistik unter wissenschaftlicher Leitung der Technischen Hochschule Nürnberg. Das Projekt wird unter anderem unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie von der Stadt Nürnberg und der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Muskelkraft und Mikrodepot: DPD stellt in Nürnberg Pakete mit dem Lastenrad zu

Muskelkraft und Mikrodepot: DPD stellt in Nürnberg Pakete mit dem Lastenrad zu

Am heutigen Donnerstag gab der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit den weiteren Projektbeteiligten den offiziellen Startschuss zum Praxistest. „Gerade mit dem Fahrrad ist man flexibler unterwegs in der Innenstadt und beeinträchtigt weniger den Verkehr. Die Vorteile hinsichtlich Lärm- und Schadstoffemissionen liegen auf der Hand. Deshalb unterstützen wir das Projekt auch gerne“, sagte Joachim Herrmann zum Start der Praxisphase des Pilotprojekts.

Gerd Seber, Group Manager Sustainability & Innovation bei DPD Deutschland, erklärt: „Unsere ersten Erfahrungen in Nürnberg zeigen eindeutig, dass Lastenräder eine zukunftsfähige und praxistaugliche Alternative zu herkömmlichen Zustellfahrzeugen sind. Lastenräder ermöglichen nicht nur eine lokal emissionsfreie Paketzustellung, sondern sind im Stadtverkehr auch praktischer und effizienter.“  Seit Dezember hat DPD in der Nürnberger Südstadt bereits 5.000 Pakete per Lastenrad zugestellt. Jedes Rad verfügt über 1,45 Kubikmeter Ladekapazität, was für bis zu 80 Pakete ausreicht. Die Lastenräder sind mit einem Elektroantrieb ausgestattet, der den Zusteller beim Fahren unterstützt. Mit einer großen, abschließbaren Tür am Heck und einer kleineren an der Seite kann der Zusteller flexibel auf die geladenen Pakete zugreifen.

In Nürnberg stellt DPD per Lastenrad hauptsächlich Pakete an private Empfänger zu. Das Testgebiet umfasst vor allem die Stadtviertel Glockenhof, Steinbühel, Galgenhof und Hummelstein. In den dicht besiedelten Wohngebieten mit hoher Stoppdichte sind die Räder deutlich effizienter als herkömmliche Kleinlaster: Die Fahrrad-Zusteller benötigen für die gleiche Anzahl von Stopps deutlich kürzere Wegstrecken, müssen weniger Strecken zu Fuß zurücklegen und verlieren keine Zeit durch Halten oder Parken. Im städtischen Straßenverkehr sind die extrem wendigen Lastenräder deutlich einfacher zu handhaben als herkömmliche Zustellfahrzeuge.

Die Verbindung mit einem Mikrodepot-Konzept ist notwendig, da Lastenräder vor allem für die kleinteilige Zustellung vor Ort geeignet sind, nicht aber für den Pakettransport vom Sortierzentrum in die Innenstadt. In Mikrodepots im Zustellgebiet können Lastenräder sowohl stationiert als auch beladen bzw. nachgeladen werden. Aus Sicht von DPD stellt die Suche nach geeigneten Flächen für Mikrodepots die größte Herausforderung beim Einsatz von Lastenrädern dar. „Der Raum in Städten ist begehrt und wird immer knapper. Wir appellieren daher an Städte und Kommunen, noch stärker mit den Paketdiensten zusammenzuarbeiten, um alternative Zustellkonzepte langfristig zu etablieren,“ erläutert Gerd Seber.

Das „Pilotprojekt zur nachhaltigen Stadtlogistik durch KEP-Dienste mit dem Mikro-Depot-Konzept auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg“ wurde im Frühjahr 2016 gestartet. Die Praxisphase startete Ende des vergangenen Jahres nach einer umfassenden Analyse unter wissenschaftlicher Leitung der Technischen Hochschule Nürnberg. Im Rahmen des Pilotprojektes wird der Einsatz der Lastenräder von den Projektpartnern nun weiter begleitet und analysiert. DPD beabsichtigt, die Lastenräder auch nach Abschluss des Pilotprojekts dauerhaft weiter zu nutzen.

Drei baugleiche Lastenräder wie in Nürnberg wird DPD zukünftig auch in Hamburg einsetzen. Gespräche mit zahlreichen anderen Städten laufen bereits, so dass DPD den Einsatz von Lastenrädern auf Basis der Nürnberger Erfahrungen mittelfristig noch deutlich ausweiten wird.

DrivingChange™: DPD übernimmt Verantwortung

„Intelligente City-Logistik“ und „Klimaneutraler Pakettransport“ sind zwei zentrale Säulen von DrivingChangeTM, der konzernweiten Nachhaltigkeits-Strategie von DPDgroup. Neben Lastenrädern erprobt DPD weitere alternative Zustellkonzepte. Dabei beschäftigt sich das Unternehmen zum Beispiel mit vollelektrischen oder hybriden Fahrzeugen und nimmt auch die Paketzustellung mit autonomen Fahrzeugen oder per Drohne in den Blick. Darüber hinaus sorgt DPD mit digitalen Innovationen zur Paketsteuerung heute schon für eine effiziente Zustellung in der Innenstadt. Weitere Handlungsfelder von DrivingChangeTM sind „Innovatives unternehmerisches Handeln“ und „Soziale Verantwortung“.