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Wie DHL zum Opfer der „Paket-Mafia“ wurde

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Die Paket-Zustellung ist ein hartes Geschäft. Denn die Dienstleister müssen nicht nur immer mehr Sendungen ausliefern, sondern sich auch mit Betrügern herumschlagen. In jüngster Vergangenheit bereitete die organisierte Kriminalität vor allem dem Unternehmen DHL Probleme, dessen eigene Mitarbeiter als Komplizen beteiligt waren.

In Berlin und Hamburg ist der Express-Dienst DHL einem perfiden Trick aufgesessen. Dahinter steckt die sogenannte „Paket-Mafia“, die in jüngster Vergangenheit mit Fahrern des Logistikunternehmens zusammenarbeitete. Diese erhielten von den Betrügern eine Summe zwischen 100 und 150 Euro und mussten als Gegenleistung die Tür ihres DHL-Fahrzeugs bei Auslieferungsstopps unverschlossen lassen. Auf diese Weise konnten die Kriminellen zu der Zeit eindringen, in der der kooperierende Bote einem Empfänger die Sendung übergab. So schilderte es ein Mittäter in Hamburg, als ein DHL-Verantwortlicher Verdacht geschöpft und ihn daraufhin zur Rede gestellt hatte.

Wie DHL zum Opfer der „Paket-Mafia“ wurde

Wie DHL zum Opfer der „Paket-Mafia“ wurde

Schaden in Millionenhöhe

Bei dem Gespräch kam zudem heraus, dass die Diebe ihre Komplizen erpresst und sie dadurch dazu gebracht hatten, auch in Zukunft zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise entstand in Berlin ein Schaden in Millionenhöhe. Wie hoch die Summe in Hamburg ausfiel, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Diebstähle hörten erst dann auf, als DHL die nötigen Schritte ergriff, um die Kriminellen auf frischer Tat zu ertappen. Das gelang dem Logistik-Unternehmen, nachdem er einen Subunternehmer damit beauftragt hatte, dem erwischten Mitarbeiter hinterherzufahren. Als der Dieb pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt in Abwesenheit des Fahrers den DHL-Laster betrat und sich bediente, schritt der Verfolger ein und hielt ihn solange fest, bis die Polizei eintraf.

Betroffene Sendungen mit Kreditkarten gekauft

Laut Ermittlungen sahen es die Diebe vor allem auf Sendungen ab, deren Kauf per Kreditkarte erfolgte. Dabei waren es die Kriminellen selbst, die diese zunächst erbeuteten, bevor sie dann mit ihnen entweder höhere Beträge abhoben oder teure Wertgegenstände kauften. Um sich nicht angreifbar zu machen, stahlen sie die bestellten Produkte später, als die kooperierenden Fahrer abwesend waren. Wie der Hamburger DHL-Sprecher Martin Grundler mitteilte, seien mittlerweile mehrere Fälle bekannt. „Wir stellen dann Strafanzeige“, kommentierte er die Reaktion des Logistik-Dienstleisters.