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Deutsche Post stellt sich auf Anstieg des digitalen Lebensmittel-Handels ein

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Für die Deutsche Post machten die letzten Quartalszahlen deutlich, dass das Volumen an Paketsendungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren deutlich steigen werde. Die größte Antriebskraft sieht das Unternehmen vor allem im Lebensmittelgeschäft, das sich zunehmend ins Internet verlagert. Darauf bereitet sich der Logistik-Dienstleister schon jetzt vor.

Weil der Online-Handel stetig wächst, macht sich in der Logistik-Branche allmählich eine Stimmung breit, die zwischen Vorfreude und Unsicherheit schwankt. Alle rechnen in Zukunft mit einem deutlich größeren Versandvolumen und stellen sich schon jetzt auf die Herausforderungen ein. Gerade das Paketaufkommen im Vorweihnachtsgeschäft gibt einen kleinen Ausblick darauf, was die Dienstleister in wenigen Jahren täglich erwartet. Deswegen bereiten sich nicht wenige Unternehmen mental auf die Zukunftsaufgaben vor und suchen nach Strategien, wie sie das enorme Pensum erledigen können. Unter ihnen befindet sich zum Beispiel die Deutsche Post, deren Chef Frank Appel glaubt, dass vor allem der Online-Handel mit Lebensmitteln die Zahl der Paketsendungen in die Höhe treiben werde: „Die Menschen werden sich künftig zunehmend auch Dinge des täglichen Bedarfs wie Obst, Gemüse oder Milch an die Haustür liefern lassen, statt selbst in den Supermarkt zu fahren“, sagt er und sieht in dieser Entwicklung eine große Chance: „Der Lebensmittelhandel wird ein wichtiges Geschäftsfeld für uns.“

Deutsche Post stellt sich auf Anstieg des digitalen Lebensmittel-Handels ein

Weihnachtsgeschäft: zehn Prozent mehr Sendungen als im Vorjahr

Für Appel zeichnete sich das zukünftige Riesenwachstum in den Zahlen des letzen Quartals ab, die seiner Meinung nach deutlich zu verstehen geben, dass sich in dem Zustellungsgeschäft in den nächsten fünf bis zehn Jahren sehr viel ändern werde. Sie seien aber auch ein positiver Indikator dafür, dass das ganze Land prosperiere: „Die Menge der Pakete zeigt, dass es den Deutschen wirtschaftlich sehr gut geht. Sie sind in Bestell- und Kauflaune.“ Am größten ist die Lust am Shopping aber jetzt einen Monat vor Weihnachten, weshalb die Deutsche Post alle Kräfte mobilisiert und ihre Konzentration voll und ganz auf die kommenden Aufgaben richtet: „Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir zehn Prozent mehr Sendungen“, sagt Appel. „An den Tagen vor Heiligabend rechnen wir mit mehr als acht Millionen Paketen täglich – doppelt so viele wie sonst.“ Um dieses Pensum zu bewältigen, hat die Deutsche Post kurzzeitig 10.000 Aushilfskräfte eingestellt.

Deutsche Post bleibt der bedeutendste Dienstleister im Zustellungsgeschäft

Als größter Kunde der Deutschen Post gilt noch immer der Internet-Riese Amazon, auch wenn dieser mittlerweile selber Pakete zustellt. Frank Appel sieht dennoch keinen Grund zur Besorgnis: „Amazon ist ein wichtiger Partner für uns, und wir auch für Amazon“, kommentiert er die Entwicklung lapidar und geht davon aus, dass die Deutsche Post keine Konkurrenz von seinem besten Kunden zu befürchten brauche. „Wenn wir weiterhin die beste Qualität liefern, kommt kein Online-Händler an uns vorbei“, sagt er selbstbewusst und begründet die eigene Spitzenposition in der Logistikbranche mit den bundesweit knapp 3.000 Packstationen und 28.000 Paketannahmestellen.