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Amazon plant eigene Paketstationen in Deutschland für Lieferungen und Retouren

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Amazon plant eigene Paketstationen in Deutschland

Amazon plant eigene Paketstationen in Deutschland

Bereits seit November 2011 können Amazon-Kunden in den USA die bestellte Ware an eine Art Amazon-eigene Packstation (Amazon Lockers) liefern lassen. Zur Abholung der bestellten Ware muss der Kunde nur einen Code eingeben, der das entsprechende Schließfach öffnet. Inzwischen installierte Amazon weitere Schließfächer in Tankstellen und Supermärkten von amerikanischen Großstädten, in denen Kunden auch ihre Amazon-Retouren zur Rücksendung deponieren können. In Europa war London die erste Stadt, in der es Amazon Schließfächer gibt. Nach Berichten französischer Medien wird Amazon, nach Großbritannien und den USA, auch in Frankreich Abholstationen einrichten.

Nun berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass Amazon auch in Deutschland und Luxemburg eigene Paketstationen einrichten wird. Der Bericht beruht auf Stellenanzeigen, in denen Amazon Deutschland einige Manager für „Amazon Lockers“ für die europäischen Standorte München, Paris und Luxemburg sucht. Momentan sind 30 Stellenanzeigen online:

Amazon plant eigene Paketstationen in Deutschland

Amazon plant eigene Paketstationen in Deutschland

Etwa 330 Amazon Lockers gibt es bisher in den USA und sie befinden sich in Einkaufszentren und Supermärkten aber auch auf öffentlichen Plätzen.

Amazon baut an der eigenen Logistik

Seit Monaten wird massiv darüber spekuliert, in den letzten Wochen haben sich die Anzeichen dafür erhärtet, dass Amazon in Deutschland eine eigene Paketlogistik aufbauen möchte. Im Juli 2015 berichtete onlinemarktplatz.de bereits über den möglichen Aufbau einer eigenen Amazon-Paketlogistik.

Der Konzern hat in Fürstenfeldbruck eine 6.000 Quadratmeter große Halle angemietet, verkehrsgünstig an den Autobahnen A8 und A99 liegend. Dahin sollen die Bestellungen jeden Tag vom Amazon-Logistikzentrum in Graben/Augsburg gebracht werden und dann mit täglich rund 200 Fahrern zum Kunden ausgeliefert werden. Schwenger hebt jedoch hervor, dass Amazon keinen eigenen Fuhrpark aufbauen werden. Man kooperiere aktuell mit sechs lokalen und regionalen Lieferdiensten wie Interkep, Liefery, Rico Logistics, Systemlogistik, Krae Transport und AZ Logistik.

Ein zweites Logistikzentrum mit 7.000 Quadratmetern in München an der Autobahn A94 ist angeblich bereits in Planung. Es  soll im Sommer 2016 an den Start gehen. In Großstädten wie Hamburg oder Berlin soll Amazon ebenfalls nach möglichen Verteilzentren Ausschau halten. Die VerkehrsRundschau befragte Schwenger dazu: „Wir warten die Ergebnisse in Olching ab.“ Erst dann werde man sehen, ob auch in anderen deutschen Städten weitere Verteilzentren nach dem Modell von Olching aufgebaut werden.

Mehr Kontrolle und Unabhängigkeit

Die Überlegungen eine eigene Lieferlogistik aufzubauen, sind nicht neu und aus Amazon-Sicht auch konsequent. Wenn ein eigener Lieferdienst derart konsequent aufgesetzt wird, wie beispielsweise der Kundenservice, liegen die Vorteile für das Unternehmen auf der Hand:

  • Unabhängigkeit von Einflüssen von Dritten wie DHL, Hermes.
  • Kontrolle über große Teile der Logistikkette.
  • Volle Kostenkontrolle
  • Einfacherer Aufbau eines Systems zur taggleichen Belieferung

Über die möglichen Konsequenzen für DHL kann man nur spekulieren. In Anbetracht der Tatsache, dass Amazon über das enorme Volumen wahrscheinlich die Preise in die Nähe der Selbstkosten bei den Paketdiensten drückt, dürften die Verluste bei den Ertägen sich in Grenzen halten, bei den Umsätzen wären die Einbussen wohl massiv. Die nötige Grundauslastung bei DHL und Co. ist sicherlich auch nach einem (Teil-)Wegfall des Großkunden Amazon noch vorhanden.  Die Gefahr extremer Vertragsstrafen, die sich beispielsweise darin gezeigt hat, dass Amazon-Pakete beim Poststreik gesondert behandelt wurden, wäre zumindest gebannt.

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