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Alibaba mit tollen Quartalszahlen trotz China-Krise

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Neben Amazon, eBay und PayPal, den anderen Schwergewichten des E-Commerce, hat auch Alibaba die Quartalszahlen für das abgelaufene 4.Quartal 2015 veröffentlicht. China, das Heimatland von Alibaba zeigt das schwächste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren. Das Wachstum fiel im vergangenen Jahr auf offiziell 6,9 Prozent und der Trend zeigt weiter nach unten.

Das chinesische Schwergewicht im Onlinehandel zeigt sich aber offensichtlich wenig beeindruckt von der gesamtwirtschaftlichen Situation. Der Umsatz stieg im vergangenen Quartal um 32% auf 4,8 Milliarden Euro an. Den Gewinn konnte Alibaba mit 1,7 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Der einzige Wert bei dem sich die Konjunkturschwäche in China bemerkbar macht, ist die Summe der gehandelten Waren (GMV). Zwar konnte der Wert um ordentliche 23% zulegen, aber das ist das geringste Wachstum im Quartalsvergleich seit mehr als drei Jahren.

Alibaba hat in China einen Marktanteil von etwa 80% und expandiert sowohl in China, als auch in den USA und Europa. In China wird Alibaba das chinesische Videoportal „Youku Tudou“, vergleichbar mit Youtube, übernehmen, in Europa wird im Wochentakt von weiteren Aktivitäten berichtet.

Viele Insider beschäftigten sich bereits mit der Zukunft von Alibaba und einer möglichen Allianz zwischen eBay und Alibaba, um dem Konkurrenten Amazon standhalten zu können. Gerüchte um eine Übernahme von eBay durch Alibaba, gibt es schon seit geraumer Zeit. Es gibt viele Gründe, die für eine Übernahme sprechen würden.

Könnten die beiden Unternehmen zusammen die Vorherrschaft auf dem E-Commerce-Markt erreichen? Wie sieht das Alibaba-Gründer Jack Ma? Amazon ist derzeit nicht zu toppen. Der Internetriese konnte bei der Bekanntgabe der letzten beiden Quartalszahlen mit positiven Zahlen überraschen. Doch auch die Mitstreiter arbeiten fleißig am Vorankommen und besonders Alibaba versucht Amazon das Wasser abzugraben. Die stetigen Investitionen von Amazon in das operative Geschäft werden aller Voraussicht nach weiterhin gewinnbringend sein. Das Prime-Programm, der eigene Streaming-Service, vor allem aber jedoch das Cloudgeschäft tragen hierzu bei.

Alibaba hat das alles aktuell in den USA oder Europa noch nicht zu bieten, arbeitet aber massiv daran. Der Konzern investierte zwar im Sommer eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau eines eigenen Cloud-Business und verfügt über ein enormes Wachstumspotential im chinesischen Internet-Markt. Ob das jedoch ausreichen wird, sich von Amazon abzusetzen wird allein die Zukunft zeigen.

eBay hat mit 3,2,1 …meins seine beste Zeit hinter sich und der Erfolg der Vergangenheit ist verblichen. Die Devise schien zu Beginn des Jahres 2015 zu lauten: Ausverkauf und Reduktion auf das Wesentliche! So veräußerte das Unternehmen die Sparte eBay Enterprise mit Magento – die Dienstleistungen besonders für Handelsunternehmen anbietet – unter Wert, für 925 Millionen Dollar an Finanzinvestoren. GSI Commerce, so der Name vor der Umfirmierung, kostete eBay im Jahr 2011 zirka 2,4 Milliarden Dollar.

Alibaba ist in China mehr als „nur“ ein Onlinehändler. Außerhalb von Asien ist Alibaba allerdings noch weitgehend unbekannt. Der Konzern betreibt sein Kerngeschäft über mehrere Online-Marktplätze und einen Bezahldienst. Diese Geschäftzweige sind aber bei Weitem nicht alles: Eine Anzahl an Tochterfirmen und Beteiligungen spielen auf den wichtigen digitalen Märkten wie Cloud-Computing, Streaming, Online-Reisen, Chat-Dienste, Weiterbildung und Lernen um nur einige zu nennen.

Ein Überblick über das Kerngeschäft von Alibaba

Alibaba mit tollen Quartalszahlen trotz China-Krise

Im Jahr 2000 fand im Berliner Messezentrum die Internet World statt. Der Alibaba Gründer Jack Ma stellte dort vor drei Zuhörern sein jüngst gegründetes Unternehmen namens Alibaba vor. Jack Ma hält seine Rede und sagt danach zu seinen zwei begleitenden Mitarbeitern: „Macht euch keine Sorgen. Wenn ich hierher zurückkomme, wird die Bude voll sein.“ Das war die richtige Prognose.

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