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Alibaba soll schwaches China-Geschäft von Nestlé wieder ankurbeln

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Nestlé ist 151 Jahre alt, mit ca. 93 Mrd. SFR Umsatz der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern und das grösste Industrieunternehmen der Schweiz. Auf den meisten Märkten hat Nestlé bisher offensichtlich sehr gut funktioniert; in seinem nach den USA zweitwichtigsten Markt China hingegen, hat Nestlé Probleme durch die sich schnell ändernden Gewohnheiten der chinesischen Konsumenten und der Handelsstrukturen. Nestlé-Chef Bulckehat eingestanden, dass der Konzern von den Änderungen überholt wurde – Nestlé ist schwerfällig und hat nicht schnell genug reagiert.

Alibaba soll schwaches China-Geschäft von Nestlé wieder ankurbeln

Alibaba soll schwaches China-Geschäft von Nestlé wieder ankurbeln

Alibaba soll es richten

Nestlé möchte nun das schwächelnde China-Geschäft durch die Partnerschaft mit dem Onlinehändler Alibaba wieder ankurbeln. Erklärtes Ziel der Partnerschaft ist es, im lukrativen chinesischen Markt deutlich mehr Online-Umsätze zu genieren. Zudem sollen die Kernmarken aufgebaut werden und Millionen neuer Konsumenten erreicht werden.

Ein weiters Ziel der Zusammenarbeit mit Alibaba sei auch, den Absatz speziell in ländlichen Regionen zu steigern und höhere Verkaufszahlen über Offline-Vertriebswege, denn die Konsumenten würden im stationären Handel zunehmend nach Produkten greifen, die auch im Internet stark vertreten seien.

Der Deal wurde anscheinend bereits seit einigen Monaten vorbereitet, denn die Nestlé-Managerin Wan Ling Martello, die seit Mai 2015 Asien-Chefin des Konzerns ist, sitzt seit letztem Herbst im Verwaltungsrat von Alibaba. Martello war zuvor Nestlé Finanzchefin und kam vom weltgrößten Handelskonzern Walmart, wo sie das globale E-Commerce-Geschäft verantwortete.

Kooperation passt in Alibabas Strategie

Auch für Alibaba passt die Kooperation in die Strategie der Expansion in Europa. Jack Ma, Gründer der Alibaba Gruppe, sagte zur Berufung von Martello: „…Da Alibaba global wächst, brauchen wir Unternehmer wie Frau Martello, welche die Internationalisierung vorantreiben und sicherstellen, dass wir erfolgreich sind. …“

Der riesige Online-Markt in China wird von gerade einmal drei Konzernen dominiert: Alibaba, Tencent und Baidu. Nach einer harten Phase massiver Revierkämpfe ist in China momentan Ruhe eingekehrt und es folgt eine Phase der Konsolidierung. Das starke Abflauen der Konjunktur in China, die Yuan-Abwertung und die massive chinesische Börsenschwäche zwingt Alibaba zum Handeln. Die Alibaba Group hat daher seit einigen Monaten damit begonnen, die internationale Präsenz ausweiten, neben Europa auch in den USA und Asien.