Amazon Fresh: Wird Amazon in den deutschen Lebensmittelhandel einsteigen?

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Amazon Fresh: Wird Amazon sich im deutschen Lebensmittelhandel etablieren?

Amazon Fresh: Wird Amazon sich im deutschen Lebensmittelhandel etablieren?

Wir haben bereits öfter darüber berichtet und die Gerüchte verstärken sich. So titelt die renommierte Zeit „Tomaten im Laden, Klopapier per Post“ und spekuliert über den Einstieg von Amazon in den deutsche Lebensmittelhandel. Zur Zeit sind es Spekulationen, aber der deutsche Lebensmittelhandel beschäftigt sich ebenfalls bereits mit dem Thema Amazon Fresh und bereiten sich auf den Online-Handelsriesen vor.

In den USA expandiert Amazon seit 2013 mit seinen Lebensmitteldienst immer weiter, inzwischen gibt es den Lieferservice in verschiedenen amerikanischen Ballungsgebieten. Neben dem reinen Lieferdienst will Amazon laut dem Silicon Valley Business Journal das erste stationäre Ladengeschäft in Kalifornien bauen. Diese stationären Geschäfte sind aus Amazon-Sicht durchaus sinnvoll, denn so entfällt die unrentable Zustellung in weiter entfernte Liefergebiete. So könnte Amazon der Vorstoß auch in ländlichere Regionen gelingen.

Die Pläne sind weit fortgeschritten, die Baugenehmigung für das Gebäude und die Parkplätze soll es bereits geben. So soll das Geschäft nach ersten Entwürfen aussehen:

amazon-laden

Amazon mit stationären Geschäften für Lebensmittel (und mehr?)
Quelle: Silicon Valley Business Journal

Mehreren britischen Zeitungsberichten und dem Businessinsider zufolge soll der Lieferservice ab September 2015 nach den USA auch nach Grossbritannien kommen. Eine Expansion nach Großbritannien scheint sinnvoll, denn dort ist der Online-Lebensmittelhandel deutlich stärker ausgeprägt als in anderen europäischen Ländern oder den USA. Der Umsatzanteil bei den Marktführern Tesco oder Sainsbury`s mit online bestellten Lebensmitteln liegt bei etwa 5%.

Anders als in Großbritannien steckt der Onlinehandel mit Lebensmitteln in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen, obwohl inzwischen zahlreiche große und kleinere Händler diese Möglichkeit anbieten. Neben der Metro-Tochter Real, Rewe oder Biodirekt ist auch die Deutsche Post in dieses Geschäft eingestiegen und hält die Mehrheitsbeteiligungen an dem Berliner Start-up Allyouneed und am Lieferdienst Mytime.

Die Umsatzrendite im Lebensmittelhandel ist in Deutschland sehr gering und der Kunde erwartet – auch im Onlinehandel mit Lebensmitteln – niedrige Preise. Die Kosten sind aber durch zusätzlich Arbeitsschritte wie Kommissionierung, Verpackung und das Handling kühlkettenpflichtiger Lebensmittel sehr hoch.

Aber die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass Amazon bekannt dafür ist, Investitionen nicht zu scheuen, um in einem neuen Geschäftsfeld Fuß zu fassen.

Ein Einstieg von Amazon in Deutschland könnte die großen Supermarktketten unter Druck setzen, auf der einen Seite bedrängt von Amazon, auf der anderen Seite von den „Billig“discountern wie Aldi und Lidl.

Amazon kommentiert die Berichte lediglich mit: „Wir werden die Expansion von Amazon Fresh überlegt und methodisch angehen.“

 

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