Amazon nimmt Stellung zu den Vorwürfen bezüglich der Situation im Logistikzentrum Seepark Ost

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„Amazon ist verantwortlich dafür, dass alle Beschäftigten unserer Logistikzentren jederzeit sicher sind und mit Respekt und Würde behandelt werden. Es ist uns eindeutig nicht gelungen, die Einhaltung unserer hohen Standards auch durch den Dienstleister, der für Unterbringung, Transport und den Einsatz der Sicherheitskräfte bei unseren Zeitarbeitskräften verantwortlich war, zu gewährleisten. Aus diesem Grund beenden wir unsere Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen. Den Einsatz des kritisierten Sicherheitsdienstes hatten wir bereits beendet.“

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Amazon Logistik – Daten und Fakten

Das Amazon Logistiknetzwerk in Deutschland besteht aus insgesamt acht Logistikzentren mit einer Fläche von 800.000 m² und einer Lagerkapazität von über 3 Millionen m³. Amazon verfügt über Logistikzentren in Graben bei Augsburg, in Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne, Pforzheim und Koblenz. In diesen Logistikzentren beschäftigt Amazon rund 8.000 fest angestellte Amazon-Vollzeitmitarbeiter.

Seit Anfang 2010 hat Amazon in seinen deutschen Logistikzentren über 6.000 Arbeitsplätze geschaffen – und wir wollen weiter wachsen.

Löhne und Gehälter

Amazon zahlt seinen Mitarbeitern für die jeweiligen Regionen konkurrenzfähige und leistungsbezogene Gehälter. In Regionen, in denen es Tarifvereinbarungen gibt, ist das Durchschnittseinkommen in den Logistikzentren nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit um fünf Prozent höher als im vergleichbaren regionalen Logistiktarifvertrag. Nach zwei Jahren und der ersten Zuteilung ihrer Amazon-Aktien verdienen Mitarbeiter im Durchschnitt sogar 12 Prozent mehr als im jeweiligen Logistiktarifvertrag.
Zusätzlich zum Grundgehalt erhalten Vollzeitmitarbeiter einen Bonus sowie garantierte Aktienanteile, durch die sich das Grundgehalt in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 8 Prozent erhöhte. Diese Aktien-Zuteilung entspricht der Amazon-Philosophie: die Mitarbeiter sollen teilhaben am Erfolg des Unternehmens. Auf den Stundenlohn heruntergebrochen heißt dies, dass alle Mitarbeiter, die länger als ein Jahr in den Amazon DE Logistikzentren arbeiten, über 10 € brutto pro Stunde erhalten. (Im ersten Jahr sind es ca. 9,30 € brutto pro Stunde).

Beschäftigung

Unser Ziel ist es, offene Stellen möglichst mit unbefristet beschäftigten Mitarbeitern zu besetzen. Für Spitzenzeiten wie etwa die Weihnachtszeit stellen wir zusätzliche Mitarbeiter als Aushilfen befristet ein. Diese Mitarbeiter unterstützen uns, damit wir die erhöhte Anzahl an Kundenbestellungen in diesen Spitzenzeiten bewältigen können. Gleichzeitig haben wir dadurch die Möglichkeit, potentielle neue Mitarbeiter kennenzulernen. Sie erhalten dieselben Anfangslöhne wie auch die unbefristet Beschäftigten. Nach Möglichkeit bieten wir danach unseren befristet beschäftigten Mitarbeitern einen festen Anstellungsvertrag an. Nach dem vergangenen Weihnachtsgeschäft 2012 konnten wir deutschlandweit rund 2.000 weitere Mitarbeiter in eine langfristige Anstellung übernehmen.

Arbeitsumgebung und Arbeitsklima

Wir wollen partnerschaftlich und direkt mit unseren Mitarbeitern kommunizieren. Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit den Arbeitnehmervertretungen – sei es in Form von Betriebsräten oder Mitarbeiterforen – in allen deutschen Logistikzentren zusammen.

Wir schätzen die offene Gesprächskultur – ein direkter Austausch ist uns wichtig. Die Führungskräfte von Amazon wollen hören, wo Verbesserungen möglich sind und gemeinsam mit den Mitarbeitern daran arbeiten. Wenn Probleme auftauchen, werden Lösungen gefunden. Was wir erreicht haben, ist an einer Vielzahl von Beispielen ablesbar. So wurden beispielsweise die Pausenzeiten gestaffelt, um den Mitarbeitern einen schnelleren Zugang zur Kantine zu ermöglichen.

Amazons Erfolg beruht darauf, dass wir die Erwartungen unserer Kunden erfüllen. Das gelingt uns, weil wir mit unseren Logistikzentren die Möglichkeit haben, uns flexibel dem schwankenden Eingang an Bestellungen durch unsere Kunden anzupassen.

Arbeitssicherheit

Sicherheit für unsere Mitarbeiter hat in den Amazon-Logistikzentren höchste Priorität. Wir messen Sicherheits-Fortschritte anhand der „gemeldeten Unfallrate“. Das ist das Kriterium, das von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (die Bundesbehörde, die die Sicherheit am Arbeitsplatz überwacht) definiert worden ist. Diese Rate repräsentiert die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle und Krankheiten pro 1000 Vollzeitmitarbeiter (fest und aushilfsweise angestellt) pro Jahr. Meldepflichtig sind zum einen arbeitsbedingte Verletzungen und Krankheiten, die einen Arbeitszeitverlust von mehr als drei Tagen nach sich ziehen. Dazu kommen Vorfälle, welche ungeachtet der Unfallschwere eine Meldepflicht verlangen.

Vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2011 lag in unseren Logistikzentren in Deutschland die jährliche durchschnittliche gemeldete Unfallrate zwischen 16,0 und 18,6. Diese Rate ist geringer als die Raten in der Gesamtstatistik aller Berufsgenossenschaften und in der Statistik der Berufsgenossenschaft für die Warendistribution und sogar als die Raten des Großhandels. Anders ausgedrückt: Die Arbeit in einem Amazon-Versandzentrum ist sicherer als in anderen Logistikunternehmen.

Vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2011 lag in unseren Logistikzentren in Deutschland die jährliche durchschnittliche gemeldete Unfallrate zwischen 16,0 und 18,6

Kaizen und kontinuierliche Verbesserungen

Wir bemühen uns kontinuierlich um die Optimierung unserer Prozesse. Systematische Methoden helfen, die Arbeitsfortschritte einfacher und effizienter zu gestalten; darunter fällt auch das „Kaizen“-Programm, das nach dem japanischen Wort für „Wandel zum Besseren“ benannt ist. Im Rahmen des Kaizen-Programms beteiligen sich Mitarbeiter in kleinen Teams an der Identifizierung von Möglichkeiten zur Verbesserung von Abläufen und der Vermeidung von unnötigen Prozessschritten. In diesem Jahr haben rund 400 unserer Mitarbeiter an 130 dieser Projekte mitgewirkt. So entwickelte und implementierte beispielsweise ein Team in unserem Logistikzentrum in Leipzig einen Prozess, der es ermöglicht, einen einzigen Doppel-LKW an Stelle von zwei konventionellen LKW zu nutzen. Somit konnte der LKW-Verkehr um 250 Fahrten jährlich reduziert werden. Das bedeutet in diesem Fall eine 40-prozentige Reduktion von ausgestoßenen Treibhausgasen.

Wir wollen uns kontinuierlich verbessern. Und ist bewusst, dass unsere Fortschritte von der präzisen und verantwortungsvollen Arbeitsweise und dem guten Urteilsvermögen von Tausenden von Mitarbeitern abhängen. Wir alle zusammen arbeiten jeden Tag intensiv daran, sicherzustellen, dass wir morgen besser sind als heute.

 

Quelle: Amazon.de

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