eBay gibt die Zahlen für das vierte Quartal 2008 bekannt
Das Unternehmen eBay hat nachbörslich in San José um 14:00 Uhr Ortszeit, 23:00 Uhr unserer Zeit, seine Zahlen für das Schlussquartal des abgelaufenen Jahres veröffentlicht. Was von vielen Experten bereits prophezeit wurde, ist eingetreten: Das Herzstück eBays, die Marktplätze, haben weiter nachgelassen. eBay hatte bereits nach der Veröffentlichung der Zahlen zum 3. Quartal eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen.
Das Ergebnis für das 4. Quartal sieht wie folgt aus: Der Umsatz ist um 7% auf 2,036 Milliarden Dollar gefallen, was zum Vorjahresvergleich etwa 145 Millionen Dollar an Verlusten entspricht. Auf GAAP-Basis, der US-amerikanischen Bilanzierungsregel, hat eBay einen Nettogewinn von 367 Millionen oder 0.29 US-Dollar pro Aktie erzielt, das entspricht einem Rückgang um 26% je Aktie.
Für das gesamte Jahr 2008 hat 8.54 Milliarden US-Dollar an Umsatz erreicht, und einem Nettogewinn von 1,78 Milliarden US-Dollar erzielt. Der Wert der Aktie liegt hier bei 1,36 US-Dollar. Zum Vergleich das 3. Quartal 2008: Der Nettogewinn lag bei 492 Millionen US-Dollar (38 Cent je Aktie).
John Donahoe erkärte bei der Bekanntgabe, dass es ein sehr schwieriges Jahr war und auch er mit den Zahlen nicht zufrieden sei. Doch er unterstrich, die Feststellung, dass eBay nun sicherer geworden sei, eine größere Warenvielfalt anbietet und dass man weiter an Möglichkeiten arbeiten wird, eBay zu optimieren.
Interessant auch noch die Tatsache, dass 55% des Umsatzes von den Marktplätzen außerhalb der USA erzielt wurde (50% im Q3/08). Experten waren wieder einmal von der Entwicklung des Bruttowarenwerts (Gross Merchandise Value) enttäuscht, sank dieser im Vergleich zum 4. Quartal 2007 um 12%. Der GMV-Wert, beschreibt den Wert aller über den Online-Marktplatz eBay verkauften Waren. Der GMV-Wert lag im 4. Quartal bei 11.47 Milliarden Dollar, Fahrzeuge ausgenommen.
PayPal, der Online-Bezahldienst von eBay, hingegen konnte im 4. Quartal den Umsatz erneut auf 623 Millionen US-Dollar steigern (597 Millionen US-Dollar im Q3). Im Jahresvergleich bedeutet dies eine Steigerung um 11%. Der Gesamtwert der Zahlungen (TPV) lag bei 15,99 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 14% im Jahresvergleich.
Skype machte einen Umsatz von 145 Millionen US-Dollar, was im Jahresvergleich einem Wachstum von 26% entspricht (Q3/08 143 Millionen$).
Den Ausblick für das erste Quartal im Jahr 2009 sehen die Verantwortlichen wie folgt: Einen Nettoumsatz, der zwischen 1,800 und 2,050 Milliarden US-Dollar liegt, mit einem Gewinn pro Aktie von 0.21 bis 0.23 Dollar.
Schlagworte:
- Aktie - Bezahlsysteme - Marktplätze - PayPal - Skype


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Immer positiv sehen: wenn eBay noch weiter sinkt kann es in ein paar Jahren nur noch aufwärts gehen. ebay ist toll!
PS: hier fehlen Ironie-Smilies
@genervter
Was hast du denn für´n Problem?
Ist das ALG2 nicht pünktlich eingetroffen – oder was!?
Wenn dich Tatsachen nicht interessieren, dann lies ein Comic-Heftchen!
Der Typ hat sie doch nun wirklich nicht mehr alle!
Er sollte besser anonym schreiben, sonst kommt er gleich in die klapsmühle.
Ein Vorschlag:
Bitte schreiben Sie doch ihre eigene Seite zum Thema und dort können Sie dann das posten, was sie möchten!
Ansonsten:
Wir schreiben wenigstens nicht anonym!
Hallo zusammen.
Die Zahlen überraschen doch nun wirklich nicht.
Einen Grund für den starken Rückgang des GMVs (-12% im “Weihnachtsquartal”, siehe Amazon: Rekord) sehe ich persönlich in der Einführung der ach so “beliebten” neuen Suche
und in der damit verbundenen Artikellistung.
Das was ebay groß und so interessant gemacht hat, war die Tatsache, dass dort skurille, ausgefallene, seltene und spezielle Dinge zu finden waren.
Artikel halt, die man ansonsten nur nach langer Suche und mit viel Geduld ergattern konnte.
Aber auch Sachen die ansonsten nirgendwo anders angeboten wurden.
Eine Angebotsvielfalt die ihres Gleichen gesucht hat.
Diese Angebote gibt es bestimmt immer noch auf ebay,
nur findet sie der durchschnittliche ebay-Käufer nicht mehr.
Ein passendes Negativbeispiel:
Kategorie: Kleidung => Herrenbekleidung => Pullover/Sweatshirts
In dieser Kategorie werden ca. 50.000 Artikel angeboten.
Früher rühmte sich ebay damit, dass ca. alle 2 Sekunden ein Kleidungstück gehandelt wurde.
Heute wird diese Kategorie von ca. 3 Verkäufern mit Ihren Top-Angeboten dominiert.
Deren Angebote sind so omnipräsent, dass die ersten Zeilen dieser Kategorie quasi von denen reserviert sind.
Zusätzlich haben die Top-Angebote ein so starkes Ranking erfahren, dass sie nach ca. 10 Zeilen schon wieder in der normalen “beliebtesten” Listung auftauchen.
Das mag ja für einen gewissen Umsatz sorgen, aber der Artikelvielfalt (siehe oben) dient es auf keinen Fall.
Top-Angebote anderer Verkäufer tauchen nur extrem selten auf.
Folgt man der These: bei Menschen handele es sich um Gewohnheitstiere, lässt sich eine Erklärung finden.
Jeder ebay-Käufer hat ein gewisses Suchspektrum, welches immer wieder, bestimmt durch die Interessen des jeweiligen,
“abgearbeitet” wird. Gerade bei Kleidung trifft dies auf einen höhere Käuferzahl zu, als zum Beispiel bei CNC-Fräsmaschinen.
Diese Kunden werden demzufolge also öfter die selben Kategorien durchstöbern.
Treffen jetzt diese Gewohnheitstiere wieder und wieder auf die selben Angebote, obwohl 50.000 andere Artikel ebenfalls angeboten werden, Sie diese Angebote aber nicht angezeigt bekommen (siehe Negativbeispiel),
setzt sich die gewohnheitsbedingte Meinung fest, dass das Gesamtangebot dieser Kategorie weniger abwechslungsreich ist.
Das Gewohnheitstier ändert seine Gewohnheiten und schaut seltener in diese Kategorie rein.
Gerade dadurch, dass die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, schaut dann der “treue” ebay-Käufer auch mal bei Amazon vorbei.
Der Kreis schließt sich und ebay, eigentlich ja die ebay-Verkäufer, haben einen Kunden verloren.
Daher wäre eine Umstellung der Suche/Artikelanzeige von “beliebteste” Artikel wieder auf “demnächst endende” Angebote ein Schritt in die richtige Richtung.
Man fällt dann auch wieder in die alten Gewohnheiten zurück (Ironie).
Nur hat sich die neue ebay-Führung so auf die neuen Suchkriterien versteift,
dass eine Abschaffung der selbigen auch den Abgang einiger Entscheidungsträger zur Folge hätte.
Dies riskieren die Entscheidungsträger na klar nicht, man müsste Fehler eingestehen. Besonders müsste man zugeben,
dass man das Kauf- / Suchverhalten der Kunden falsch interpretiert hätte. Dies wirkt sich selbstverständlich extrem negativ auf Bewerbungen für einen neuen Arbeitsplatz aus.
Denn wer die Wünsche und Gewohnheiten seiner Kunden nicht respektiert und kennt, kann auch weiterhin nicht sonderlich gut verkaufen.
Und VERKAUFEN, das ist der Punkt, bei dem es sich doch bei ebay dreht.
Grüße und immer rein mit den Kommentaren.
Da wurde ein Punkt anstelle eines Komma gesetzt – nun stimmts, danke!
Da ist wohl ein Fehler im Artikel: Der Umsatz für Q1 2009 wird 1.800 und 2.050 Millionen betragen und nicht Milliarden…